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Hilfe zur
Selbsthilfe
In unserer Arbeit gehen wir vom humanistischen Menschenbild aus, das besagt, dass jeder Mensch Lernkompetenz und Lernneugier besitzt und diese hervorzuheben sind.

"Man kann einem Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken."
Galileo Galilei
Menschen sind autonome und soziale Wesen. Dementsprechend ist jeder Mensch für sein Wahrnehmen, Erleben, Deuten und Werten der Dinge absolut (eigen-)verantwortlich. Jeder hat dabei seine individuelle Wirklichkeit, die sich in Sprache und nonverbalem Verhalten ausdrückt (und unsere sprachliche Definition einer Situation steuert Einordnungsprozesse in entscheidender Weise; womit zugleich ein zentraler Ansatzpunkt für Veränderungen benannt ist).

"Du kannst nicht nicht kommunizieren." Paul Watzlawick
Jeder Mensch kann sich jederzeit ändern, wenn er das nur möchte. "Man kann davon ausgehen, dass jeder Mensch das Potenzial für das Ziel, das er gern erreichen möchte, in sich trägt; (so WREDE 2000, S. 23). Jeder Mensch verfügt also grundsätzlich über alle notwendigen Fähigkeiten zur Lösung seiner Probleme.
Jede Veränderung braucht allerdings einen Auslöser und ihre Zeit, hat ihre Geschwindigkeit; Veränderungen dürfen aber auch schnell gehen und Spaß machen! Daraus folgt, dass man im Leben stets mehrere Wahlmöglichkeiten (Handlungsmöglichkeiten) hat.
Richtig und Falsch zu unterscheiden setzt voraus, dass ich Handlungsziele festgelegt habe. Ursachen und Schuld bei auftretenden Problemen bei anderen zu suchen führt nur zu Passivität und Selbstlähmung.
Eine weitere Grundlage unserer Arbeit bildet die systemtheoretische Annahme: Jeder Mensch lebt in einem Umfeld, welches ihn beeinflusst und das er seinerseits beeinflusst. Es besteht eine Beziehung wechselseitiger Mitgestaltung. Dostojewski sagt: »Jeder ist an allem Schuld«. Wir behandeln den Klienten als einen Akteur, der sein Umfeld (mit)prägt und der seinerseits prägenden und steuernden Umgebungsfaktoren ausgesetzt ist.
Unsere Coaches/Supervisoren können außerdem auf einer großen Klaviatur von Modellen und Methoden spielen.
Ein Modell- und Methoden-Mix kommt, so unsere Überzeugung, Coach/Supervisor und Klient zugute. Der Coach/Supervisor beweist Flexibilität im Deuten, Denken und Intervenieren; der Klient gewinnt eben diese dazu.
 | "Sprich, damit ich dich sehen kann." Aristoteles |
Einige ethische Aspekte:
Gerade bei der Begleitung von Veränderungsprozessen, der Arbeit mit Menschen, gilt, dass der Coach sein Tun oder Lassen einer ständigen Überprüfung unter-ziehen muss. Dabei muss/sollte ihm bewusst sein, dass seine Wertvorstellungen aufgrund unterschiedlicher Sozialisation von denen des Klienten differieren. Die notwendige Wertschätzung des Klienten und die Akzeptanz seiner Autonomie führen dazu, dass das Wohl und der Wille des Klienten oberstes Gebot sind.
Aufgabe des Coachs ist es, Vorschläge zu unterbreiten und für eine Erweiterung der Sicht und des Handlungsspielraumes zu sorgen. Hierbei gilt es zu bedenken, dass jede Form der Informationsweitergabe stets subjektiv geprägt ist (beeinflusst durch die Person des Vermittlers und seine Auswahl, Akzentuierung und Darstellung der Inhalte).
Information hat somit immer auch manipulative Züge; diese Tatsache sollte sich der Coach immer wieder ins Bewusstsein rufen und das Vertrauensverhältnis zum Klienten nicht missbrauchen. Dazu gehört auch, dass er keine unrealistischen Hoffnungen weckt (beziehungsweise für eine realistische Zielsetzung sorgt) und keine womöglich auftretenden Probleme verschweigt. Umgekehrt gilt die Schweigepflicht natürlich für alle im Coaching besprochenen Inhalte.
Zu einem bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit den genannten Prinzipien gehört, dass der Coach sein Menschenbild und seine Wertvorstellungen reflektiert (und durch kontinuierliche Weiterbildung und Supervision an seinen blinden Flecken arbeitet): Nur so kann er manipulative oder willkürliche Tendenzen in seiner Arbeit unterbinden.
Ethik ist kommunikativ! Durch eine entsprechende Metakommunikation im Coaching können die Regeln vermittelt und individuell angepasst werden.
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